#openyourborders

Stärkeres Engagement gefragt 

Der Appell des Papstes beim Angelusgebet am 6. September rüttelt auf. Er lädt geistliche Gemeinschaften ein, die Flüchtlinge aufzunehmen. Maria Voce, die Präsidentin der Fokolar-Bewegung, schliesst sich dem Appell an. Vieles wird bereits für Flüchtlinge getan – Vieles ist noch zu tun.

„Wir leben oft nur selbstgenügsam vor uns hin und schotten uns nach außen ab. Selbst die elementarsten menschlichen Beziehungen werden nicht mehr als solche gelebt: das Paar schottet sich ab, die Familie, die Gruppe, die Pfarrei, das Heimatland…alle grenzen sich nach außen ab. Aber dieses Verhalten kommt nicht von Gott.“

Der Papst hat starke Worte gewählt beimAngelus am 6. September. Er schlägt eine konkrete Aktion vor, um Hunderttausende von Flüchtlingen, die dazu gezwungen wurden, ihre Heimat zu verlassen, zu unterstützen: „Vor dem ‚Barmherzigkeitsjubiläum‘ richte ich einen Appell an alle Pfarreien, religiöse Gemeinschaften, Klöster und Wallfahrtsstätten, eine Flüchtlingsfamilie bei sich aufzunehmen.“

Maria Voce hat im Namen der Fokolar-Bewegung Papst Franziskus gedankt „für seinen mutigen Aufruf, den wir konkret beantworten wollen durch die noch stärkere Öffnung unserer Häuser und Begegnungsstätten“.

Grosses Engagement

Im Rahmen der Fokolar-Bewegung laufen bereits viele Hilfsaktionen in den betroffenen Ländern selbst: Nordafrika, Naher Osten, Europa, Südostasien, Nord- und Südamerika. Die Bewegung engagiert sich beispielsweise für die Flüchtlinge aus Myanmar in den Lagern im Norden Thailands; in Jordanien ermöglicht die Fokolar-Bewegungen Flüchtlingskindern den Schulbesuch. Aber auch in Europa öffnen die Mitglieder der Fokolar-Bewegung Herzen und Türen. In der Provinz Florenz wurde eine Bed & Breakfast-Pension für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt. In Szeged und anderen Städten in Ungarn und Österreich werden Flüchtlinge aufgenommen, ebenso in Lyon.

Im Tessin wurde schon 2014 ein Flüchtlingspaar aufgenommen und bis heute betreut. In Küsnacht und vielen anderen Städten der Schweiz engagieren sich Mitglieder der Fokolar-Bewegung bei Treffpunkten und Flüchtlings-Unterstützung der Pfarreien und Kirchgemeinden. Das Bildungs- und Begegnungszentrum der Fokolar-Bewegung in Baar stellt seit einiger Zeit Räumlichkeiten für Deutschunterricht und andere Aktivitäten mit Flüchtlingen zur Verfügung.

Noch mehr tun

“Wir müssen uns darüber hinaus noch stärker einsetzen”, betont Maria Voce, „um die Politiker zu überzeugen, den Kreislauf des Waffenhandels zu unterbrechen und auf strategische Entscheidungen Einfluss zu nehmen, die – wie sich gezeigt hat – durchaus von der Basis ausgehen können, von der Mobilisierung der Zivilgesellschaft. Die Fokolarpräsidentin ruft die Mitglieder der Bewegung dazu auf, „sich vereint, zusammen mit anderen, die auf diesem Feld tätig sind, einzusetzen, um unter Einsatz all unserer Möglichkeiten die wahren Motive für die vielen Kriege und menschlichen Tragödien in der Welt aufzudecken, um zu einer dauerhaften Lösung beizutragen.“

„Open your borders“

Die Jugendlichen der Fokolar-Bewegung wollen ab dem 11. September die sozialen Netzwerke mit dem Hashtag #OPENYOURBORDERS überfluten und konkrete Initiativen vorschlagen, die zu den vielen Aktionen, die vom United World Project aufgelistet wurden, hinzu kommen.

Auf der Facebookseite ‘Dialogue to unlock oder über info@unitedworldproject.org kann man Fotos, Initiativen Videos zum Thema der weltweiten Geschwisterlichkeit einbringen oder herunterladen.

 

Links

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