Begegnungen und Sport für den Frieden

Die Woche ab dem 1. Mai stand bei den Jugendlichen der Fokolar-Bewegung unter dem Motto der geeinten Welt. Auch in der Schweiz war die Jugend engagiert: Über 200 junge Erwachsene setzten bei verschiedenen Anlässen Zeichen für Frieden und Solidarität.

Unter dem Motto «Monde Uni» (geeinte Welt) trafen sich am 1. Mai 160 Jugendliche im internationalen Begegnungszentrum der Fokolar-Bewegung in Montet FR. Die 15- bis 30-Jährigen kamen aus allen Ecken der französischsprachigen Schweiz: von Genf bis Bern und vom Wallis bis in den Jura. Unter den Teilnehmenden waren auch junge Erwachsene aus aller Welt, die im Fokolar-Zentrum in Montet eine einjährige Schule absolvieren. Ein Stück geeinte Welt war bereits erfahrbar.

Dieses Miteinander sollte den ganzen Tag hindurch zum Ausdruck kommen. So ermutigten die Speaker zum Beginn der Veranstaltung die Jugendlichen aufeinander zuzugehen und gaben die ‚Goldene Regel’, die sich in der Bibel wie in anderen Heiligen Schriften finden lässt, als Richtschnur: «Tu den anderen das, was du auch von ihnen erwartest.

Einige junge Erwachsene erzählten, wie sie diesen Lebensstil in ihrem Alltag umzusetzen versuchen. Sascha beispielsweise wurde vor einigen Jahren von einem Bekannten zusammengeschlagen. Als er seinen Freunden davon berichtete, wollten sich diese für ihn rächen. Doch Sascha hinderte sie daran: «Ich wollte nicht mit Gewalt auf Gewalt reagieren. Es gibt auch einen friedlichen Weg, um miteinander wieder ins Reine zu kommen.» Bei einem Wiedersehen zeigte sich der Täter sehr beeindruckt von der Reaktion Saschas und meinte: «Du lebst wirklich als authentischer Christ.» Für Sascha war dies eine Bestätigung, an die Worte des Evangeliums zu glauben.

Ateliers und ein grosses Fest

Die Mittagspause bot den jungen Teilnehmenden die Möglichkeit zu vielen Begegnungen und Gesprächen. Der Austausch zeigte sich darin, dass die Jugendlichen ihre mitgebrachten Picknicks grosszügig mit jenen teilten, die nichts mitnehmen konnten.

Der Nachmittag stand im Zeichen von verschiedenen Ateliers, bei denen sich die Jugendlichen einbringen konnten. Die Palette reichte von Diskussionsrunden über den Sinn des Lebens über körperliche Aktivitäten wie Taekwondo und brasilianischer Tanz bis zu kreativen Workshops. Was die jungen Erwachsenen in diesen Stunden erarbeitet haben, zeigten sie zum Abschluss der Tagung den anderen Teilnehmenden auf der Bühne. Die fröhlichen Farben und Rhythmen brachte die ganze Schar in Schwung. Eine ‚Polonaise’ war Ausdruck dieser Freude. Die Jugendlichen tanzten quer durch den Saal und rissen alle mit. Egal ob man sich kannte oder nicht, am Ende waren sich alle ein Stück nähergekommen. Eine Jugendliche zeigte sich begeistert über die Stimmung: «Diesen Tag werde ich nie vergessen. Die Atmosphäre unter allen zeigte mir eine andere Welt auf. Mich hat es wirklich berührt und ich möchte mich für diese geeinte Welt einsetzen.»

Volleyball für eine Bäckerei in Kenia

Für eine geeinte Welt setzten sich auch Jugendliche im Tessin ein. In Lugano nahmen am 2. Mai 12 Mannschaften an einem Sponsoren-Volleyballturnier teil. Darunter befand sich auch ein muslimisches Team. «Mit dem erspielten Geld unterstützen wir eine Bäckerei in Kenia, die ein Schweizer mitgegründet hat», erklärte die Organisatorin Maria Chiara Bernasconi. «Für dieses Projekt spielten wir bereits vor drei Jahren. Nun brauchen sie noch weitere Maschinen und einen Kleintransporter, um die Brote auszuliefern.» Geplant sei ebenso eine kleine Schule, um die Jugendlichen vor Ort als Bäcker auszubilden. Die rund 80 jungen Spielerinnen und Spieler kämpften also nicht nur um den Tagessieg, sondern gleichzeitig für ihre Freunde in Kenia.

 

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